Warum lächelt sie nicht, wenn ein Patient in die Praxis kommt?

Haben Sie sich das auch schon mal gefragt? Wenn ja, welche Antwort ist Ihnen als Führungskraft eingefallen?

Keine?

Nun, Führungskraft bedeutet nicht immer auch Führungsstärke. Um die positiv für alle umzusetzen, sind Arbeitsanweisungen unumgänglich; auch müssen spezielle Aufgaben delegiert werden. 

Die Erfahrung lehrt aber, dass diese Anforderungen nicht immer so erledigt werden, wie es wünschenswert wäre. Dann gilt es eben heraus zu finden, warum zum Beispiel der Azubi bestimmte Aufgaben oder Weisungen nicht befolgt oder von selbst erledigt.

Was tun?

Nehmen wir an, die Arbeitsanweisung lautet, sich mit jedem Patienten zu unterhalten, ein wenig Smalltalk zu machen und ihn mit ersten, wichtigen Informationen zu versorgen – und zwar bevor der Arzt den Raum betritt. Leider zeigt die Praxis oft, dass Azubis genau das nicht tun. Manche  stehen stumm im Behandlungsraum und überlassen den Patienten seinem „Schicksal“.

Als Führungskraft sollte man sofort nach den Ursachen forschen, warum der Azubi sich so verhält, denn es gibt stets mehrere Gründe dafür. Erstens fehlende Kompetenz, Erfahrung und Sicherheit. Er weiß gar nicht, wie er Smalltalk führen, über welche Themen er sprechen soll oder welche Informationen für den Patienten von Vorteil sind. Wichtig ist es nun, den Azubi dabei zu unterstützen, diese Mängel abzustellen und sich Kompetenzen und Erfahrungen anzueignen. Zweitens fehlt ihm oft die nötige Motivation. Er weiß gar nicht, warum er das machen soll! Wichtig wäre in solchen Fällen mehr Input, er sollte genau wissen, mit Patienten umzugehen, wissen, wie man im lockeren Ton notwendige Informationen einstreut. Drittens spielen die Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle. Hat der Azubi überhaupt genug Zeit, Patienten zu „unterhalten“? Kommt   noch eine gewisse Unsicherheit im Umgang hinzu, fühlt er sich nicht wohl und dann wars das mit einem lockeren Patienten-Gespräch – oder dem freundlichen Lächeln.

Um Führungskraft auch in Führungsstärke umzuwandeln, gilt es, die Ursachen zu erkennen. Erst dann ist es möglich, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Heißt: Immer dann, wenn die Dinge nicht so laufen wie gewünscht, sollte man schnell versuchen herauszufinden, welche Punkte praxisintern anders geregelt werden müssen. Nicht zuletzt, um passende Lösungen und Maßnahmen auszuwählen, die den Azubi unterstützen, die abverlangten Aufgaben schon beim nächsten Mal locker zu erledigen.

Viel Erfolg dabei!

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